Unsere Basketballerinnen gewinnen hochverdient das U17 Landesfinale "Jugend trainiert für Olympia (JtfO)" und qualifizieren sich für das Bundesfinale der besten 16 Schulteams in Berlin.

Die Geschichte zu diesem Sieg beginnt aber viel früher. Denn bereits ein gutes halbes Jahr nach dem Gewinn des ersten Titels im Jahr 2012 begannen die Vorbereitungen auf dieses 6er-Turnier. In der Vorbereitung organisierte Trainer Daniel Weber etliche Testspiele, Trainings- und Laufeinheiten, immer das gemeinsame großes Ziel vor Augen: BERLIN. Nichts sollte dem Zufall überlassen werden, und so wurde in der Schule kräftig Werbung in eigener Sache gemacht, um vor möglichst großer Kulisse spielen zu können. Daher war es nicht verwunderlich, dass insgesamt 300 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitung und Eltern im Laufe des Tages zu Besuch in die Sporthalle der Wilhelm-Olbers-Schule kamen, um ihrem Team kräftig die Daumen zu drücken.

Diese Kulisse beeindruckte im Verlauf des Turniers nicht nur unsere Mannschaft, sondern vor allem die Gastmann- schaften. Diese staunten über die Zuschauermassen, die Schulsanitäter und das Catering des schuleigenen Pallas Cafés. Trotz guter Vorbereitung kommt es manchmal anders als man denkt. Zuerst war es das Wetter, das die Anreise der Gastmannschaften verzögerte, und dann das undichte und mehrfach geflickte Sporthallendach. Mit einer halben Stunde Verzögerung konnte einer der besten deutschen Nachwuchs- schiedsrichter, Stefan Fingerling, das erste Spiel anpfeifen. Was die Zuschauer dann zu sehen bekamen, war ein wahrer Genuss. Die Spielerinnen um Teamcaptain Nina Borchardt und die athletische Flügelspielerin Alicia Israel zeigten, was sie können, sie standen sicher in der Verteidigung und schlossen überlegt am Korb ab.

Die wenigen guten Aktionen der Mannschaft vom Waller Ring wurden schnell unterbunden, und Aufbau- spielerin Alina Kunert brachte durch etliche Steals die gegnerische Mannschaft schier zum Verzweifeln. Am Ende der zweiten Halbzeit nahmen die gut aufgelegten Bankspielerinnen um Maren Genath und Melina Selbrede ihre Arbeit auf und versenkten souverän und ungefährdet den letzten Korb zum 52:4. Nun waren die Fans aus dem Häuschen, und die vier wartenden Mannschaften bekamen große Augen. Das nächste Spiel sollte gegen die Spielerinnen vom HBG gehen, die einzige Mannschaft, gegen die im letzten Jahr verloren wurde. Auch in diesem Jahr zeigten sich die  Spielerinnen stark und machten vor allem durch ihre überragende Größe Eindruck. Jetzt zeigte sich die ganze Routine durch die Vorbereitung. Starting five und Bankspie- lerinnen zeigten eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung und knackten die dicht stehende Zonenverteidigung durch geduldiges Passspiel. Letztendlich setzte sich die Mannschaft durch eine starke defensive Mannschaftsleistung und eine gut aufgelegte Eileen Buller mit 9 Punkten durch und lies insgesamt nur zwei gegnerische Körbe zu.

Mit dem Gewinn in der Tasche zog die Mannschaft ins Halb- finale ein und traf dort auf den Zweiten der Gruppe B, die Auswahl vom SZ Rübekamp. Von Anfang des Spiels an agierte sich die Mannschaft beherzt und setzte sich dank der toll aufgelegten Center- spielerin Marieke Hoehne, die mit 40 Punkten Topscorerin des Turniers wurde, und eine durch die Zone wirbelnde Ingrid Eisenbraun mit 36:17 durch. Auch Flügelspielerin Olivia Przybilla konnte nach einem bösen Sturz im ersten Spiel wieder ins Geschehen eingreifen und verstärkte die Offensivbemühungen ihres Teams. Nun war die Mannschaft endlich im Finale angekommen, ganz nah am vorher gesteckten Ziel.

Nun passierte genau das, was in solchen Situationen passieren kann. Die Mannschaft verkrampfte und nichts, aber auch rein gar nichts lief mehr zusammen. Nichts, bis auf die Defensive. Infolge- dessen entwickelte sich ein sehr zähes Spiel und die Zuschauer um Edelfan Kadir litten mit ihrer Mannschaft. Die Findorfferinnen versuchten ihrerseits, das Spiel unserer Mannschaft zu zerstören und griffen beherzt und ungestüm zu. Die daraus resultierenden Fouls zermürbten unser Team, das vor allem eins gelernt hat: schönen, athletischen und begeisternden Mädchenbasketball zu spielen.

Am Ende war es wie in allen guten amerikanischen Filmen. Es gab ein Happy End. Mit vereinten Kräften packte die Mannschaft ihre Chance und ließ einfach nicht mehr los. Bis endlich der erlösende Schlusspfiff kam und damit der hoch verdiente Sieg im Landes- finale der besten Schul- mannschaften der Wett- kampfklasse II. Es war geschafft, und nun flossen Sekt (alkoholfrei) und Tränen in Strömen. Die Fans stimmten Gesänge auf ihre Mann- schaft an, und neben dem Gewinn des Titels hat die Mannschaft noch ein weiteres nachhaltiges Ziel erreicht. Sie haben mächtig Werbung für sich und ihren Sport gemacht.

Neben dem eigenen sportlichen Erfolg engagieren sich viele Spielerinnen in der Ausbildung jüngerer Schülerinnen in Schul-AGs und in den umliegenden Grundschulen.

Für unser Team spielten:
Nina Borchardt (24), Ingrid Eisenbraun (5), Alina Kunert (4), Olivia Przybilla (2), Alicia Israel (26), Maren Genath (2), Melina Selbrede (2), Marieke Hoehne (40), Eileen Buller (23). Weil bei JtfO leider nur 9 Spielerinnen zugelassen sind, hat unsere 10. Spielerin, Sarah Rebber, die Mannschaft mit Teamgeist und Bescheidenheit unterstützt.