Basketballerinnen trainieren mit dem Profi

Endlich war es so weit ...

Fragen über
Fragen standen den Basketball-Spielerinnen unserer Schule ins Gesicht geschrie- ben.


Wann kommt sie denn endlich? Wie groß wird sie denn sein. Ist sie nett? Wird sie mit uns überhaupt trainieren? Was erzählt sie über ihre Karriere und was macht sie denn gerade in New York, so weit entfernt von Bremen? Dann war SIE endlich da! Sie, in unserem Fall Katja Bavendam, ihres Zeichens deutsche Basket- ballnationalspielerin (geboren in Hambergen), deutsche Meisterin (U20). Die College- und Europaerfahrene, stattete unseren Basketballerinnen einen Besuch ab.

Ermöglicht wurde dieses ganz spezielle Treffen durch eine Menge Zufälle, die letztendlich dafür sorgten, Katja aus dem weit entfernten New York zu uns an die Wilhelm-Olbers-Schule zu bringen.

Aber dazu später mehr.


Denn nun war sie endlich da und setzte sich gleich nach einem kurzen "Hallo" bzw. "hello" in die Runde der bereits wartenden Schülerinnen. Was dann folgte, war eine gute Stunde Zeit für viele Fragen, die Alicia und Melina vorher vorbereitet hatten. Schnell wurde den anwesenden Schülerinnen klar: Katja ist wahnsinnig nett, authentisch und hat auch Zeit und Lust mitgebracht, etwas über ihre aktive Zeit auf und neben dem Basketballplatz zu berichten.

Interessiert lauschten die Schülerinnen Katjas Schilderungen aus dem Trainingsalltag und staunten nicht schlecht, als sie erzählte, dass sie erst mit 14 Jahren mit dem Basketball angefangen hat. Im Alter von 16 Jahren hatte sie dann ca. drei bis vier Mal in der Woche Training. Scihtlich erstaunt waren Alle, als sie hörten, dass Katja trotz intensiven Trainings und Einsatzes in der Bundesliga (Hagen Huskies) ihr Abitur mit Leichtigkeit erreichte. Rückblickend war der nächste Schritt nach New York an das St. Francis College der richti- ge Schritt in ihrer Karriere. In den USA reifte Katja zu einer noch kom- pletteren Spielerin heran und erwarb durch viel Fleiß ihren Bache- lor-Abschluss (IT). Es folgten Stationen in der Türkei (Botasspor), Spanien (Hondarribia Irun) und diverse Einsätze in der A-National- mannschaft, mit der sie durch ganz Europa tourte.

In einer unbefriedi- genden letzten Saison, in der es ihrem spanischen Trainer nicht gelang, die nötigen Trainings- reize zu setzen, ver- letzte sie sich im letzten Spiel schwer.

Erst nach der zweiten Operation in Bremen (die erste erfolgte vor Ort in Spanien) war das lädierte Knie wie- der so hergestellt, dass sie nach inten- siver Reha wieder schmerzfrei gehen konnte. Als die Schülerinnen von der Art der Verletzungen hörten, mussten viele bei der bloßen Beschreibung schlucken.

Dennoch, so erzählte Katja weiter, hat sie sich danach nicht unterkriegen lassen und ging zurück in die Stadt, die niemals schläft, nach New York. Dort konzentriert sie sich seitdem auf ihr Masterstudium (Verkehrsplanung) und geht fest davon aus, dass sie diesen im kommenden Jahr in der Tasche haben wird. Neben dem Studium trainiert sie (mit Erfolg) ihre Muskeln und steht seit kurzem wieder in der Halle, um die Bretter, die für sie (einst?) die Welt bedeuteten, zu beherrschen.

Was danach folgte, war die versproche- ne, ausgiebige Trai-ningseinheit mit Katja in unserer Sporthalle.

Diese begann mit einigen Aufwärm- übungen, gefolgt von den Tipps "von Profi zu Nachwuchs-Spie- lerin". Verbesserung des Korblegers, Einführung des Haken- oder Sprungwurfs, für alle nahm Katja sich Zeit und hatte ein offenes Ohr für unsere Spielerinnen. Zum Ende des Besuchs waren alle beim "5 gegen 5" noch einmal gefordert, denn nun hieß es, gegen die 2,04 m große Centerspielerin zu bestehen.

Diese Aufgabe meisterten die Spielerinnen mit Erfolg aber nur, weil Katja, ganz Profi, mit angezogener Handbremse spielte. Trotz oder gerade deshalb zeigten alle Spielerinnen ihr bisher bestes Basket- ballspiel.

Am Ende bedankten sich die Spielerinnen mit einem großen App- laus für die große Unterstützung und waren nachhaltig von Katja beeindruckt.


Wir bedanken uns ganz ganz herzlich für ihren Besuch, ihr selbst- loses Engagement für unser Basketballerinnen und sind sicher, dass ihr Besuch Spuren hinterlassen hat.