
Im Rahmen des Literaturprojekts "Bullerbü in Hemelingen" im Herbst 2009 ,das in verschiedenen Einrichtungen des Stadtteils Hemelingen läuft, beschäftigen sich Kinder und Jugendliche mit den Büchern Astrid Lindgrens. Die SchülerInnen der 6r der Wilhelm-Olbers-Schule informierten sich im Zusammenhang mit ihrem Europa-Projekt über das Heimatland der Autorin: Schweden. Dass man die "Bullerbü-Welt " heute in einem Museumsdorf besichtigen kann, das zählt zu den touristischen Highlights dieses Landes. Typisch schwedische Gerichte kennen die erfahrenen LeserInnen auch aus Lindgrens Büchern: Michel aß sein Steckrübenmus immer mit gutem Appetit und Pippis Prinzessinnentorte hätte sicher jeder gern mal probiert.
Die Schülerinnen der 7r blickten eher schon zurück auf ihre Leseerfahrungen mit Pippi, Michel und Karlsson. Sie erstellten Materialien für ein kleines Astrid Lindgren Museum. Dabei erfuhren sie, dass diese mutige Frau sich bis ins hohe Alter für Kinder und ihr Lebensglück eingesetzt hat. Sie trug sogar einmal mit ihrem politischen Engagement zum Sturz der schwedischen Regierung bei.
Ihr zu Ehren wurden die Gesetze zum Tierschutz in Schweden deutlich verbessert. Auch zu sehen in dem Museum ist eine Kopie des Briefes, den Astrid Lindgren 1987 an Michail Gorbatschow schrieb, einen Appell, sich für den Frieden in der Welt einzusetzen. In einem Antwortschreiben bedankte sich der Poltiker und drückte aus "... an den Frieden denken heißt an Kinder denken".
Anhand von Photos wird in der Bibliothek der Wilhelm-Olbers-Schule gezeigt, welch eine beeindruckende Persönlichkeit aus der kleinen Astrid inmitten ihrer liebevollen Familie bis hin zu der vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin wurde, deren Bücher auf der ganzen Welt immer noch gelesen werden.
Unterstützt wurde das Projekt von der swb-bildungsinitiative