Wir praktizieren ein besonderes Integrationsmodell, das "Haus", mit schulartenübergreifendem Unterricht, projektorientiertem und fächerübergreifendem Lernen. Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit und soziale Kompetenz sind die wesentlichen Erziehungsziele, und zwar in Kooperation mit dem Förderzentrum für Entwicklung und Wahrnehmung Am Rhododendronpark. Ein Trainingsraumprogramm zur Unterstützung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher, Streitschlichter und eine Beratungsstelle dienen ebenfalls diesen Zielen. Um all diese Aufgaben im sozialen Bereich bewältigen zu können, sind seit drei Jahren sozialpädagogische Mitarbeiter/innen (SPADS) am Schulzentrum beschäftigt.
Unser Konzept der teilgebundenen Ganztagsschule verfolgt gleichfalls die oben genannten Erziehungsziele und ergänzt das "Haus"-Modell. Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch Lebensraum. Um gut lernen zu können, muss ein Kind oder ein Jugendlicher spüren, dass er oder sie als ganze, individuelle Persönlichkeit wahrgenommen wird, denn nur dann kann man sich in der Schule wohlfühlen. Besondere Fähigkeiten oder Interessen können in Arbeitsgemeinschaften gepflegt werden; Klassen- bzw. "Haus"-Kameraden kann man in der Mittagsfreizeit ganz anders als im Unterricht erleben.
Unsere helle, freundliche Mensa verfügt über ca. 80 Plätze; eine Hauswirtschaftsleiterin und eine Küchenhilfe kochen täglich frisches Essen. Ein Kiosk mit Cafeteria wird von einer Schülerfirma und einer pädagogischen Mitarbeiterin in den Pausen und der Mittagszeit betrieben. Dort gibt es Getränke, Milchprodukte und kleine Snacks. Ein großer Freizeitraum im Eingangsbereich, betreut von drei Sozialpädagogen, ein weitläufiger Schulhof mit Klettergerüst und Schaukeln bieten vielfältige Möglichkeiten, Pausen und Mittagszeit aktiv zu nutzen. Unsere Schulbibliothek steht ebenfalls zur Verfügung.
Die neuen Stundentafeln, insbesondere im Gymnasium, machen Nachmittagsunterricht erforderlich, denn die Schülerinnen und Schüler haben bis zu 34 Stunden Unterricht in der Woche. Wir sind froh, in diesem Fall allen ein warmes Mittagessen anbieten zu können, bevor es "in die zweite Runde geht". Projektunterricht einmal in der Woche am Nachmittag wird von den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern durchaus geschätzt, da auf diese Weise besondere Vorhaben, z.B. außerschulische Aktivitäten, erleichtert werden.
Ab der 5.Klasse fördern Lehrkräfte und Sozialpädagogen das Sozialverhalten und den Gemeinschaftssinn unserer Schülerinnen und Schüler und bereiten sie darauf vor, die Mittagspausen und Arbeitsgemeinschaften sinnvoll zu nutzen. Deshalb haben alle Klassen einmal in der Woche vormittags eine zusätzliche Stunde "Sozialtraining" bei zwei Sozialpädagogen. An diesem Tag isst auch das ganze "Haus" in der 5. Stunde gemeinsam zu Mittag; die 5.Klässler haben dann die Mensa und den Freizeitraum ganz für sich. Anschließend findet noch eine Doppelstunde bei der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer statt.
Im 6. Jahrgang haben die Kinder auch einen "langen Tag" pro Woche. In der 6. Stunde gibt es eine Mittagspause und danach findet eine Unterrichtsstunde bei der jeweiligen Klassenleitung statt. Von 14:00 bis 15:00 Uhr bieten die Sozialpädagogen vier Wahlpflicht-AGs an, von denen zwei im Schuljahr belegt werden müssen. Außerdem erhalten Kinder der Sekundarschule, die keine zweite Fremdsprache lernen, zwei Stunden zusätzliche Förderung in Deutsch und Mathematik und eine zusätzliche Sportstunde.
Alle Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen haben einmal wöchentlich eine Doppelstunde Projektunterricht am Nachmittag; im 9. und 10. Jahrgang liegen die Sportkurse nachmittags.
Freiwillig können unsere Schülerinnen und Schüler täglich ab 14:00 Uhr eine Hausaufgabenhilfe in Anspruch nehmen oder aus einer Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften auswählen, wie z.B. Sport-, Kunst-, Musik-, oder Computerkursen. Jeweils zu Beginn eines Schulhalbjahres kommt eine Broschüre heraus, in der die AG-Angebote veröffentlicht werden.
In den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch gibt es besondere Förderangebote, die in Verbindung mit dem Fördercamp in den Osterferien zu messbaren Erfolgen geführt haben. Für diese Förderangebote gibt es ein besonderes Anmeldeverfahren, das über die Klassenleitungen organisiert wird.