Unsere Reise auf die L'Ile de la Réunion war mehr als nur "anstrengend". Ich fange mal an zu erzählen :Unsere Französisch-Gruppe hat sich um 12 Uhr bei der Schule getroffen und sofort von den Eltern verabschiedet. Dann sind wir zur unserer Fahrt nach Hamburg aufgebrochen und sind von dort aus zum Flughafen in Paris geflogen. Bis dahin verlief alles palletti, doch als wir schließlich zu einem anderen Flughafen mit dem Bus fahren mussten, fing der Stress erst so richtig an. Doch trotz des großen Verkehrs am Sonntagabend in Paris haben wir unseren Flug nach Réunion noch rechtzeitig erwischt. Schließlich saßen alle Schüler glücklich und zufrieden im Flieger auf die Réunion. Der 12-stündige Flug war sehr anstrengend, den die meisten haben kaum Schlaf bekommen, und andere wiederum haben schlagartig Bauch- und - Magenschmerzen gekriegt. Doch vor der Landung auf der Réunion ging es allen wieder sehr gut. Als wir dann unser Gepäck im Flughafen abholten, sahen wir endlich nach so langem Warten unsere Austauschpartner. Der erste Eindruck ist bei einigen nicht so toll, doch nach sehr kurzer Zeit waren alle wieder happy.
Am Mittwoch, den 17.September, um 7:30 Uhr haben die Franzosen eine Stunde Unterricht und die Deutschen eine Freistunde, in der sie die Stadtrallye besprechen. Dann nach einer Stunde Unterricht und einer Stunde großer Besprechungen werden die Deutschen und die Franzosen in gemischte Gruppen aufgeteilt, natürlich die Deutschen mit ihren Korrespondenten. Jede Gruppe erhält einen Fragebogen mit 15 Fragen, wobei die Fragen sowohl in Französisch als auch in Deutsch sind. Nach einer kurzen Erklärung ziehen die Gruppen los, kreuz und quer durch St. Denis. Für die Beantwortung der Fragen hat jede Gruppe drei Stunden Zeit. Nach drei anstrengenden Stunden treffen sich alle in einem Café, wo die Fragebögen abgegeben werden. Nach einer kurzen Verschnaufpause besprechen alle, was sie heute tun wollen. Die Wahl fällt auf schwimmen gehen, faulenzen und viel Sonne tanken. So verabreden sich alle zu einem Strand mit wilden Wellen an der Westküste. So gegen 15:00 Uhr sind alle da. Das Wasser ist blau, der Strand ist voll und die Temperatur ist 35°C! Ohne lange nachzudenken laufen alle ins kühle, erfrischende Salzwasser. Dann beginnt eine große Wasserschlacht - die Mädels gegen die Jungen, wobei natürlich die Mädchen gewinnen. Fast 4 Stunden verbringen wir in St. Gilles mit viel Lachen, viel Spaß und viel Freude!!!
Am Donnerstag den 18.09.03 haben wir uns um 7.30 Uhr in der Schule getroffen und sind dann alle zusammen zu den Korallenriffen gefahren. Als wir angekommen sind, haben wir gedacht, dass es sehr langweilig wird, doch es war ganz interessant! Wir haben z.B. erfahren, dass eine Koralle in einem Jahr einen Zentimeter wächst. Die Korallenriffe sind dafür da, damit die Wellen vom Ozean die Stadt nicht überschwemmen! Wir haben uns die Korallen auch angesehen, sie sehen ganz interessant aus! Nachdem uns alles erklärt wurde, sind wir zu einem Strand gefahren, wo man auch schwimmen durfte. Leider durften nur die deutschen Schüler schwimmen, weil die französischen Schüler während der Schulausflüge nicht ins Wasser dürfen! Es hat sehr viel Spaß gemacht, und das Wetter war auch sehr schön. Leider sind wir nicht lange geblieben, weil wir noch zur Zuckerrohrfabrik gefahren sind!
Hallo ihr Lieben!
Den 2. Teil des Tages waren wir im Stella Matudina. Früher war es eine Zuckerfabrik und seit 1991 ist es ein Museum. Zuerst kamen wir in einen Raum, dort wurde erklärt wie Zucker hergestellt wird. Man presst zuerst das Zuckerrohr, dann nimmt man den Saft, daraus wird Sirup gemacht. Dann lässt man ihn kristallisieren und fertig ist der Zucker. Während des Vortrages saßen wir auf Hockern, weil es davon nicht genug gab durften sich einige auf eine erhöhte Ablage setzen. Am Ende des Vortrages machte es BUMM!!!! Die Ablage war ganz aus der Wand gebrochen und alle saßen auf dem Boden. Zum Glück war das nicht unsere Schuld, denn die Frau, die den Vortrag gehalten hatte, hatte es erlaubt. Danach sahen wir noch einen Film und haben uns die Ausstellung angeguckt. Am Schluss haben einige Andenken gekauft.
Ein paar Franzosen waren mit ihren Korrespondenten im Theater. Wir Deutschen waren natürlich total aufgeregt! Keiner wusste genau, was wir gucken werden. Wir hatten alle Angst, dass wir kein Wort verstehen! Die Eltern versuchten uns zu beruhigen, sie sagten, das wird nicht schlimm! Na toll, die konnten ja auch alles verstehen! Als wir rein kamen, sah alles ganz anders aus als bei uns. Das Theater war nicht besonders groß, und die Leute zogen sich an wie sie wollten! Ich glaube ,da sind die Franzosen etwas lockerer als wir, wenn es um Klamotten geht! Wir wurden von einer französischen Dame zu unseren Plätzen gebracht. Uns war zuerst megalangweilig! Was soll auch eine Horde Teenager in einem Theater? Das Licht ging aus und der Spot an. Auf einmal kamen da 4 sehr attraktive ,junge Männer und tanzten Flamenco. Als ein Mädchen dann den Waschbrettbauch von einem der Tänzer sah, guckten alle Mädels total begeistert zur Bühne. Bei uns waren ja auch keine Jungs mit, denen wäre das zu langweilig gewesen! Wir fanden das Theaterstück echt COOL! Am nächsten morgen redeten wir Mädels natürlich ausführlich über dieses Thema!
Am Freitag mussten alle um 6.00 Uhr früh aufstehen. Das ist echt hart, alleine schon wegen der Zeitumstellung! In der Schule kamen wir dann auch dem entsprechend an, total verschlafen. In den ersten beiden Stunden wurden wir aufgeteilt. Ein paar gingen nach Physik, andere nach Informatik. Ich muß ja mal eben bemerken, dass es viel jüngere Lehrer dort an der Schule gibt, als bei uns! Na ja, auf jeden Fall waren die ersten Stunden langweilig. Wenn wir Pause haben, ist das schon ein bisschen komisch, da uns alle angucken, als kämen wir aus einem Zoo!Aber nach einiger Zeit hat man dann schon so was wie gute Verstecke gefunden, wo man einigermaßen sicher ist! Die nächste Stunde hatten wir dann frei, die Franzosen nicht, die mussten in ihre Stunden zurück! Die meisten von uns rannten gleich zu dem kleinem Bäcker rüber um sich etwas zu kaufen. Also eigentlich machen wir das jede Minute in der wir Freizeit haben. Dann saßen wir alle gemütlich unter einer überdachten „Sitzecke¨ und genossen unser wohlverdientes Essen.Unsere Franzosen kamen nach 2 Stunden wieder. Nach unserer Ruhepause hatten wir nun Sport. Es sollte ein Match zwischen Franzosen und Deutschen werden, sozusagen ein kleines Tunier! Armins Mannschaft fing an, darin waren: Marina, Daniela, Steffie, Gabriel und wer noch? Natürlich Armin selber. Wir spielten gegen die Mannschaft von Franck. Man sah nur Armin und seine Mannschaft übers Feld flitzen, ein Korb besser als der andere, diese Mannschaft war perfekt! Sie gönnten den Franzosen zwar auch ein paar Körbe, aber am Ende gewann dann, wie auch sonst, die deutsche Mannschaft! Als nächste Mannschaften spielten Dominiks und Annos Team gegeneinander. Der Ball wechsel bei diesem Spiel war enorm! Beide Mannschaften gaben das beste, nur diesmal schien Deutschland nicht ganz so gut zu sein, deshalb verloren sie! Es stand 1:1! Armins Mannschaft kam wieder; gegen die Mannschaft von Stephane. Ohne lange Reden: Diese Mannschaft von Armin ist zu gut für die Franzosen! Deshalb gewannen dann auch die Deutschen das Tunier und bekamen T-Shirts von den Franzosen! Als letztes hatten wir eine Stunde Deutsch, wo uns die Franzosen den Wochenplan gaben, was wir nächste Woche alles so machen werden. Schluss! Endlich Schulschluss!
Am Abend trafen sich alle bei McDonalds. Ich muss sagen, dass es ziemlich lustig war, da es in unserer gemischten Gruppe kleine Liebesaffären gibt! Ziemliches Gefühlschaos hier! Ist ja aber auch kein Wunder, wir stecken gerade in der schlimmsten Phase der Pubertät! Unser kleines freudiges Fest ging dann den Bach hinunter, als es anfing zu regnen! Die meisten wurden um diese Zeit auch abgeholt. Zum Glück...
Samstag nutzen die Rèunesen meist um ihre Hobbys auszuleben, weil dafür in der Woche keine Zeit ist wegen der langen Schultage. Mein Samstag begann mit einem kurzen Frühstück um halb elf. Dann, als alle fertig waren mit der Körperpflege, fuhren wir zu einem Reiterhof, denn das Hobby der Schwestern meines Austauschpartners ist reiten. Ich blieb bei den Schwestern, und Thibault (mein Austauschpartner) wurde von seinem Vater weiter zu einem Tennisplatz gebracht. Ich schaute mir die Pferde und den Reitplatz und die Reiter an. Die Zeit ging dort ziemlich schnell vorbei und ich war froh mitgekommen zu sein. Nach der Reitstunde der Schwestern machten wir einen Spaziergang, der durch einen sehr sehr schönen Wald führte. Überall wuchsen exotische Pflanzen und Blumen, es war wunderschön! Wieder am Reiterhof angekommen blieben wir noch bei den Pferden und redeten ein wenig, so gut es ging. Dann wurden wir vom Vater abgeholt, Thibault war schon wieder zu Hause. Zu Hause ruhte ich mich aus und machte mich ein wenig frisch. Am Abend gingen die große Schwester von Thibault und ich zu einer Geburtstagsparty. Auf der Geburtstagsparty war auch noch eine deutsche Korrespondentin, mit der ich mich den ganzen Abend ziemlich gut unterhalten habe. Sie ist für drei Monate auf Rèunion. So schön es hier auf Rèunion auch ist, ich persönlich würde es hier nicht so lange aushalten, aber egal. Spät Abends fuhren wir dann wieder nach Hause und gingen auch sofort nach dem Abendessen ins Bett.
Sonntag, am 21.09., war dann mein Geburtstag!!! Ich hatte schon ein paar Tage davor Angst wegen meinem Geburtstag, weil ich dachte, mir würde niemand gratulieren und ich würde mich den ganzen Tag nur langweilen. Aber das war ganz und gar nicht so. Den Vormittag verbrachte ich in der Sonne und las ein Buch. Ich hatte die Geschenke, die mir meine Eltern und meine Oma mitgegeben hatten schon ausgepackt, und nun saß ich da, ganz allein. Dann wurde ich zum Essen gerufen, es gab Lasagne. Plötzlich kamen alle meine Freunde, wirklich alle in den Garten hinein gelaufen und gratulierten mir zum 15. Geburtstag. Ich war so glücklich!!! Sie gaben mir Geschenke und nahmen mich in den Arm. Meine Gastfamilie setzte mir dann eine riesige Torte mit meinem Namen und 15 Kerzen drauf vor, ich war sprachlos! Sie sangen mir ein Geburtstagsständchen und ich pustete die Kerzen aus. Danach sprangen wir alle mit Klamotten in den Pool. Das war ziemlich witzig und kalt, weil meine Freunde den restlichen Tag mit nassen Klamotten herum laufen mussten. Wir plantschten sehr lange im Pool herum. Danach machten wir noch Musik und tanzten. Es war die beste und größte Geburtstagsparty die ich je hatte. Eine richtige Überraschungsparty!!!
Heute sind wir an den Strand gegangen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, weil die Wellen sehr hoch waren. Das Wetter war auch Spitze. Am Abend musste ich mit meinem Korrespondenten zu einer Party gehen. Diese war aber todlangweilig. Die französischen Kinder beachten uns gar nicht.
Hallo von der Réunion!
Um 7.30 Uhr trafen wir uns am Collège de Bourbon. Als endlich alle da waren, gingen die Franzosen zu ihrem Unterricht, und wir fuhren mit Frau Muehlke, Frau Micus und Frau Kreykenbohm los, um uns den Cilaos, den schönsten von drei Talkesseln, anzugucken. Bevor wir mit der Auffahrt zur „ 400-Kurven-Straße“ beginnen konnten, rief der Busfahrer, dass dort draußen im Meer Wale seien. Also suchten wir das ganze Meer nach Walen ab, und tatsächlich konnten einige in der Ferne einen Wal entdecken. Dann begann die Auffahrt! Der Busfahrer, den fast alle sehr „knuffelig“ fanden, fuhr mit viel Schwung den Berg rauf, so dass manchen übel wurde. Ab und zu grinste der Busfahrer in den Rückspiegel, das fanden wir nicht so lustig wie er. Aber die Landschaft war wunderschön! Links, rechts und überall waren grün bewachsene Berge und Schluchten, wo sich ab und zu ein kleiner Fluss runter schlängelte. Die Aussicht war atemberaubend! Die Häuser sahen wie kleine Spielzeughäuser aus. Wir machten Halt bei einem Aussichtsplateau. Von dort konnte man tolle Fotos machen. Dann ging es weiter in eine Stadt, wo wir picknickten und uns die Gegend ansahen. Nach ca. 1 1/2 Stunden fuhren wir die kurvige Straße wieder zurück. Um ca. 16.45 Uhr kamen wir am Collége an. Dort wurden wir von den Franzosen begrüßt und gingen gemeinsam nach Hause.
Die Vanille Plantage ist in Bras-Panon. Es gibt dort auch einen Shop, wo es Rum und Vanillestangen gibt, aber dort ist alles sehr teuer. Meine Gasteltern haben mir trotzdem eine kleine Packung Vanillestangen und eine Postkarte gekauft, und der Vater von Stephen hat mir angeboten, eine Flasche Rum für meinen Vater zu kaufen. Danach wurden wir in einen Raum geführt wo man uns einen Film zeigte, wovon ich aber gerade mal ein Zehntel verstanden habe. Nach diesem Film wurde uns noch erklärt wie man denn die Vanillestangen so gut hinbekommt, wovon ich aber auch nur die Hälfte mitbekommen habe. Zum Schluss wurden wir nach draußen geführt, wo uns dann noch mal die sooo interessante Vanillesträucher erwarteten. Danach sind wir wieder ins Auto gestiegen und nach Hause gefahren.
Ein sehr interessanter Tag